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Hauptstraße 37, 71686 Remseck
Judentum

Hebräische Hausinschriften in Hochberg?

Hebräische Hausinschriften in Hochberg?

1971 begann die Publikation der „Hochberger Geschichtsblätter“ des Heimathistorikers Wilhelm Streng nach Beschluss des Hochberger Gemeinderats. Es handelt sich um eine populäre Kurzfassung der 699 Seiten umfassenden Ortschronik Strengs aus dem Jahr 1959, die auf einer mechanischen Schreibmaschine getippt und nur in wenigen Exemplaren vervielfältigt worden war. Von den Hochberger Geschichtsblättern erschienen sieben Folgen von je ca. 50 Seiten bis 1974. Einleitend schreibt Streng 1971 im 1. Heft (S.4): „Allenthalben stoßen wir in Hochberg auf die Zeugen unserer Vergangenheit … mögen es die hebräischen Schriftzeichen sein, die man an einzelnen Häusern und steinernen Torpfosten noch eingemeißelt sieht, und die von Jahr zu Jahr seltener werden, da sie mit jedem neuen Hausverputz zugedeckt oder abgerissen werden.“ Bekannt sind heute solche ehemaligen hebräischen Hausinschriften nur vom Gebäude Hauptstraße 10. Kann sich noch jemand an hebräische Inschriften an anderen Gebäuden erinnern oder besitzt alte Fotos? Wir wissen von anderen landjüdischen Gemeinden, dass das Anbringen von hebräischen Hausinschriften ein verbreiteter Brauch war. Es wurde der Erbauer des Gebäudes gewürdigt und ein Segensspruch mit Jahreszahl angebracht.

Foto: Einst von jüdischen Familien bewohnte Häuser in Hochberg, Heimatkundliche Schriftenreihe Remseck 10, S.72 (koloriert).

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