
Beth Shalom und ehemalige Synagoge wollen Gedenkstätte werden
In Baden-Württemberg gibt es mehr als 80 vom Land offiziell als „Gedenkstätte“ anerkannte Orte in privater und kommunaler Trägerschaft, die ihren Beitrag zur Erinnerungskultur in Baden-Württemberg leisten. Es sind Orte, die an die Verbrechen der NS-Zeit, die jüdischen Spuren oder den Kampf um Demokratie in Deutschland erinnern. Beth Shalom hat nun für die ehemalige Synagoge Hochberg den Antrag gestellt, auch ein solcher Erinnerungsort mit dem Siegel „Gedenkstätte“ zu werden. Die Gedenkstättenarbeit wird in Baden-Württemberg von der Landeszentrale für politische Bildung koordiniert. Die Vorteile liegen in der Präsenz in Publikationen des Landes über die Gedenkstätten (Print und digital), der Vernetzung unter den Gedenkstätten, die viele Ideen hervorbringen kann, und der Möglichkeit einer finanziellen Förderung. Seit 1995 haben sich diese Einrichtungen zur „Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen“ (LAGG) zusammengeschlossen, um den Austausch zu fördern. Eine Delegation des Sprecherrates der LAGG besuchte am 13. Oktober Beth Shalom in der ehemaligen Synagoge, um sich im Vorfeld der Beratung über unseren Antrag einen persönlichen Eindruck zu verschaffen. Es war ein sehr gutes und intensives Gespräch, an dem vom Gedenkstättenreferat der Landeszentrale für politische Bildung Dr. Katrin Hammerstein und vom Sprecherrat der LAGG Andrea Dettling aus Horb (Synagogenverein Rexingen) und Felix Köhler aus Vaihingen/Enz (KZ-Gedenkstätte) teilnahmen. Beth Shalom wurde durch Dieter Jäger und Kai Buschmann vertreten. Schon aus diesem Nachmittag ergaben sich gegenseitig Anregungen und Ideen für die künftige Arbeit. Wir sind gespannt und danken für den Besuch.
Foto: Felix Köhler, Dieter Jäger, Andrea Dettling, Dr. Katrin Hammerstein und Kai Buschmann
















