Bethshalom e.V.

Sonntag, 11. Oktober 2026, 14 Uhr:
Am Sonntag, den 11.10. findet um 14 Uhr ein Rundgang durch Remseck-Hochberg aus der Perspektive von Adolf Falk statt. Treffpunkt ist der Platz vor der Schlosskirche in Hochberg. Adolf Falk war seit 1925 der letzte Jude in Hochberg. 1939 musste er nach der Reichspogromnacht nach London zu seinem Sohn emigrieren, weil ihm in Deutschland die Lebensgrundlagen entzogen wurden. Falk starb 1943 in London. Der Rundgang durch Hochberg (Stadtteilkern mit Falks ehemaligem Haus, der ehemaligen Synagoge und dem jüdischen Friedhof) wird aus dem Blickwinkel des 81jährigen Adolf Falk bei seinem Abschied aus Hochberg vorgenommen. Dabei wird Falk auch die letzten jüdischen Familien Hochbergs und ihre Wohnhäuser vorstellen, mit denen er viele Jahrzehnte im Ort vor 1925 zusammenlebte.
Ivo Andrić erzählt in „Liebe in einer kleinen Stadt“ von Rifka, einer jungen Frau in einer bosnischen Stadt, in der das Zusammenleben verschiedener Religionen und Kulturen ebenso zum Alltag gehört wie feste gesellschaftliche Regeln und die genaue Beobachtung durch die Gemeinschaft. Als Rifka sich verliebt, wird ihr privates Leben zur öffentlichen Angelegenheit. Die Folgen treffen sie mit besonderer Härte. Die 1923 erschienene Erzählung macht sichtbar, wie eng Liebe, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Macht miteinander verbunden sein können. In der Konzertlesung begegnet Andrićs Geschichte Stimmen und Perspektiven aus dem heutigen Remseck. D’Ané verbindet die Lesung mit Musik für Klarinette und Akkordeon. So entsteht ein Abend über Nähe und Freiheit, über gesellschaftliche Erwartungen – und über Fragen, die bis heute nichts von ihrer Bedeutung verloren haben.
Montag, 09. November 2026, 19 Uhr:
Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an die Pogromnacht 1938. Dieses Jahr ist eine Projektgruppe des Lise-Meitner-Gymnasiums beteiligt. Vorgestellt wird dieses Jahr auch die Hochberger jüdische Familie Neuburger und die Verfolgung ihrer Mitglieder in der NS-Zeit.
Mittwoch, 11. November 2026, 16 Uhr:
Vortrag „Beth Shalom Remseck. Antisemitismuskritische Erinnerungsarbeit konkret vor Ort“ von Kai Buschmann im Rahmen der Ringvorlesung „Jüdisches Leben, Judentum und Antisemitismus in Vergangenheit und Gegenwart“ des Studienprofils Antisemitismuskritische Bildungsarbeit an der PH Ludwigsburg, PH Ludwigsburg Raum 1.318

